Kategorie: SEIFENKURS

5. Die NaOH-Menge berechnen

Natriumhydroxid ist ein weißer, hygroskopischer Feststoff. Es löst sich im Wasser unter großer Wärmeentwicklung und reagiert mit dem Kohlenstoffdioxid der Luft zu Natriumhydrogencarbonat (Natron). Aus diesem Grund wird NaOH luftdicht verpackt. Um die richtige Konzentration der Natronlauge zu ermitteln, musst du anhand der Verseifungszahlen der einzelnen Öle die NaOH-Menge in Gramm berechnen. Weiterlesen

4. Sicherheit beim Seifensieden

Die folgenden Sicherheitshinweise sind sehr wichtig, um das Risiko einer Verätzung zu minimieren. Bitte lies sie dir unbedingt sorgfältig durch und verinnerliche sie!

  • Nimm dir viel Zeit. Du arbeitest nicht gegen die Uhr. Sorge dafür, dass du nicht gestört wirst.
  • Bereite alle Arbeitsgeräte und Materialien sorgsam vor, bevor du beginnst.  
  • Kontrolliere dein Rezept nach.
  • Arbeite immer mit langärmeliger Kleidung, Gummihandschuhen und Schutzbrille! Natriumhydroxid (NaOH) ist extrem ätzend. Atme die  Dämpfe nicht ein. Sie verätzen die Schleimhaut.
  • Wenn du schwanger bist, solltest du auf das Sieden verzichten.
  • Rühre die Lauge am Besten im Freien, unter dem Abzug oder wenigstens am offenen Fenster an.
  • Schütte NIEMALS das Wasser auf das NaOH! Lass die NaOH-Kristalle langsam in das abgemessene Wasser einrieseln. (Gleiches gilt übrigens für „Abfluss-Frei“ bei der Rohrreinigung)
  • Die Lauge kann sehr heiß werden und spritzen. Rühre vorsichtig und verwende ein großes Gefäß zum Anrühren.
  • Geh sicher, dass sich das gesamte NaOH aufgelöst hat. Benutze gegebenenfalls ein engmaschiges Plastiksieb.
  • Die Flüssigkeit muss immer kühl sein (Zimmertemperatur)
  • Bevor du die Lauge und Fette mischst, sollten beide zwischen 40-50°C haben bzw. handwarm sein.
  • Auch wenn der Umgang mit Lauge nicht ungefährlich ist: Keine Panik! Sonst geht unter Garantie etwas schief.
  • Solltest du Lauge ins Auge bekommen, spüle es sofort mit viel kaltem Wasser aus und suche umgehend einen Arzt auf. Es besteht akute Erblindungsgefahr.
  • Laugenspritzer auf der Haut mit viel Wasser und Seife abwaschen.
  • Verschluckte Lauge: Lebensgefahr! Kein Erbrechen herbeiführen!
  • Nach dem Sieden muss der Arbeitsplatz gut gesäubert werden. Auch einzelne NaOH-Kristalle können ätzen.
  • Teste deine Seifen selbst, bevor du sie verschenkst. Verwende einen pH-Teststreifen (pH=9-11) oder mach den „Küsschentest“. Dazu berührst du die Seife mit der Zungenspitze. Schmeckt es nach Seife, ist alles in Ordnung, bitzelt die Zunge, ist der Verseifungsprozess noch nicht beenden
3. Ein Rezept erstellen  5. NaOH-Menge berechnen

1. Vorwort

Auf den folgenden Seiten findest du eine kurze Einführung in die Herstellung von Naturseifen. Sie soll dir ermöglichen, erste Versuche auf dem Gebiet der Seifensiederei zu unternehmen. Die Punkte 1 bis 8 beinhalten den Ablauf von der Rezeptentwicklung bis zur fertigen Seife. Die weiteren Abschnitte gehen auf die Zutaten und deren Eigenschaften ein. Abschließend gibt es eine kleine Übungsaufgabe, mit der du dein Wissen überprüfen kannst. Natürlich ist die Seifensiederei ein noch weitaus tiefschichtiger. Für alles, das über diesen Grundkurs hinausgeht, findest du großartige Blogs und Webseiten.

Bevor du jedoch loslegst, muss ich noch schnell den Zeigefinger erheben und dir ins Gewissen reden:

Um in den Genuss selbstgemachter Naturseifen zu kommen, musst du mit starker Natronlauge arbeiten. Aus diesem Grund ist es extrem wichtig, sich mit dem Ablauf und den Gefahren bestens vertraut zu machen. Nimm dir viel Zeit zum Einlesen. Wenn du noch nicht volljährig bist, hol dir die Unterstützung deiner Eltern. Unternimm auf keinen Fall Alleingänge!

Kennst du dich mit der Theorie gut aus, steht dem ersten Projekt und vielen weiteren nichts mehr im Weg.

Viel Spass und viel kreative Energie

2. Arbeitsgräte