Haarschere

Haarschere

Das Angebot an Haarscheren ist nahezu unüberschaubar groß und jeder, der die Entscheidung getroffen hat, eine Haarschneideschere zu kaufen, muss sich vor dem Kauf einige Fragen stellen:

  • Welche Form und Größe soll meine Schere haben?
  • Welchen Schliff soll sie habe?
  • Wozu verwende ich sie?
  • Was möchte ich ausgeben?

1. Scherenaufbau und Funktionsweise:

Die Scherenblätter sind leicht gebogen, wodurch sich in geschlossenem Zustand nur die beiden Spitzen berühren. Beim Schneiden berühren sich dadurch die Scherenblätter immer am Kreuzungspunkt. So entsteht dort stets eine scharfe Schnittfläche und die Scherenblätter stehen an dieser Stelle unter leichter Spannung, die dafür sogt, dass die Haare nicht abgeknickt werden.

Haarschere

2. Form und Material:

Der Vielfältigkeit der Scheren sind fast keine Grenzen gesetzt. Es gibt sie in klassischem Design, vergoldet oder in trendig buntem Design. Ein weiterer Punkt ist die Symmetrie. Scheren,bei denen eine Schenkel länger ist als der andere, sind ergonomisch geformt und ermöglichen recht ermüdungsfreies Arbeiten. Für Laien ist dieser Punkt nicht ganz so entscheidend, da die Schere nicht den gesamten Tag im Einsatz ist.
Allgemein sind Friseurscheren aus rost- und nickelfreiem Material wie Chromstahl, Titan oder Keramik.

3. Grösse:

Die Größe wird in Zoll angegeben. Sie bewegt sich zwischen 4,5“ (11,4cm) und 6,5“ (16,5cm). Mit kleinen Scheren lassen sich einzelne Haare präziser schneiden, während große Scherenblätter gut geeignet sind, um größere Partien gezielt zu schneiden.

4. Schliff:

Scheren mit polierten Schneideblättern sind extrem scharf. Sie eignen sich gut zum Stumpfschneiden und Slicen. Allerdings rutschen hier die Haare leichter zwischen den Scherenblättern nach vorn, wodurch die Schnittkante schief wird.
Haarscheren mit Mikroverzahnung sind, wie der Name schon sagt, mit sehr feinen Zähnchen an den Scherenblättern ausgestattet. Die einseitige Verzahnung ermöglicht einen sicheren Halt. Beidseitige Verzahnung verhilft zu einer präzisen Schnittkante. Somit sind mikroverzahnte Scheren besonders für Anfänger und Laien geeignet.

5. Pflege und Reinigung:

Haarscheren müssen sehr sorgsam behandelt werden. Wird anderes außer Haar damit geschnitten, riskiert man, dass die Schere stumpf wird. Fällt die Schere auf den Boden, verstellt sich dabei sehr wahrscheinlich das Schloss und die Scherenblätter schließen nicht mehr optimal. In Folge dessen werden die Haare abgeknickt und nicht mehr sauber abgeschnitten.
Nach der Benutzung wird die Schere mit einem feuchten Tuch von abgeschnittenen Haaren befreit. Ab und zu muss das Schloss geölt werden, um die Leichtgängigkeit zu erhalten. Dazu wird ein Tropfen Öl auf das Schloss gegeben und durch mehrmaliges Öffnen und Schließen verteilt.

6. Scherenhaltung:

Der Ringfinger ruht im oberen Auge, während der Daumen ins untere Auge kommt. Zeige- und Mittelfinger liegen auf dem oberen Schenkel auf und fixieren ihn. Somit wird die Bewegung des unteren Scherenblattes verhindert. Der kleine Finger wird auf dem Fingerhaken, sofern vorhanden, abgelegt. Die Öffnungs- und Schließbewegung wird ausschließlich durch den Daumen vollzogen.

7. Preis:

Die Spanne reicht von wenigen Euro bis hin zu mehreren tausend. Vor dem Kauf sollte man sich darüber im Klaren sein, wie häufig die Schere genutzt werden soll. Sicherlich wären mehrere hundert Euro für eine „Privatschere“ überzogen, aber auch eine Billigschere ist nicht unbedingt ratsam. Da die Schere über lange Zeit ihren Dienst tun soll, ohne stumpf zu werden, kann man mit Kosten zwischen 50-100€ rechnen. Dieser Preis erscheint zunächst sehr hoch, weshalb es sinnvoll ist sich zu überlegen, in welchem Verhältnis der Preis der Schere zu den Kosten eines Friseurbesuchs steht. Geht man von 30€ für Waschen, Schneiden, Föhnen aus und zwei bis drei Besuchen pro Jahr, dann rechnet sich ein Mittelklassemodell eines namhaften Hersteller sehr schnell. Insbesondere dann, wenn für das reine Spitzenschneiden die gleichen Kosten anfallen, wie für einen Neuschnitt. Auch wenn die Schere einmal stumpf wird, lohnt sich bei qualitativ hochwertigen Scheren das teure Nachschleifen.

Gute Einsteigermodell bietet beispielsweise die Firma Jaguar.

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